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Pflege in Zeiten von Corona - Wichtiges in Kürze

Während der Corona-Krise gelten für anerkannte Unterstützungsangebote für pflegebedürftige Menschen flexiblere Regelungen.

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Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung ist vorübergehend flexibler nutzbar:
Ob Hilfe im Haushalt oder beim Einkauf: Für solche Unterstützungsangebote im Alltag können Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung bis zu einer Höhe von 125 Euro monatlich einsetzen.

Anlässlich der aktuellen Corona-Pandemie ist der Entlastungsbetrag bis zum 30. September auch für „Dienstleistungen bis zur Haustür“ nutzbar.

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Was heißt „Dienstleistungen bis zur Haustür“?
Es bedarf für diese Leistungen keiner gesonderten behördlichen Anerkennung. Dies ermöglicht es den Anbieter*innen, auf die aktuellen Bedarfe zu reagieren und ihr Leistungsangebot anzupassen. Und es eröffnet vielen pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen die Möglichkeit, notwendige Unterstützung zu erhalten – Unterstützung, die nicht zwingend einen unmittelbaren Kontakt erfordert.

Zu den „Dienstleistungen bis zur Haustür“ zählen zum Beispiel:

  • der Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs
  • die Erledigung von Botengängen (Arzt, Apotheke)
  • Abhol- und Lieferservice (Speisen, Wäsche)
  • Organisation von Behördenangelegenheiten sowie
  • persönliche Gespräche mittels Telefon, Skype oder Mails
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Erleichterung bei der Abrechnung von Nachbarschaftshilfe:
Bei einer Unterstützung durch eine Person, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ehrenamtlich hilft, kann mit dem Entlastungsbetrag eine Aufwandsentschädigung als Anerkennung des Engagements gezahlt werden. Auf den Nachweis der üblicherweise erforderlichen Qualifikation verzichten die Pflegekassen in dieser Zeit.

Quelle: https://www.mags.nrw/unterstuetzung-im-alltag, 28.05.2020.

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Erhöhung der Pflegehilfsmittel auf monatlich 60 Euro:
Jeder Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1-5 hatte bisher Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von monatlich 40 Euro.
Da die Pflegehilfsmittel durch die Corona-Pandemie so teuer wurden, wurde dieser Betrag jetzt hochgesetzt auf 60 Euro monatlich.

Zu den Pflegehilfsmitteln gehören Einmalhandschuhe, Handdesinfektionsmittel, Flächendesinfektionsmittel, Einmalschürzen, Fingerlinge, Bettschutzeinlagen, Mundschutz.

Ersatz für Pflegedienst:
Bei vielen Pflegebedürftigen kommt kein Pflegedienst mehr. Damit die Pflege auch weiterhin gewährleistet ist, können nun auch andere Personen für die Pflege eingesetzt werden, z.B. freigestellte Mitarbeiter*innen einer Tagespflegeeinrichtung, zugelassene Betreuungsdienste, medizinisches Fachpersonal usw. Diese Regelung finden Sie im § 150 Abs. 5 SGB XI.
Die Person, die nun ersatzweise die Pflege übernimmt, muss eine Rechnung stellen. Diese können Sie bis max. zur Höhe der Pflegesachleistungen bei der Pflegekasse einreichen.
Diese veränderte Leistung muss bei der Pflegekasse beantragt und genehmigt werden.

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Pflegeunterstützungsgeld:
Wenn die Pflege Ihres Angehörigen nicht anders gewährleistet ist kann das Pflegeunterstützungsgeld befristet bis auf 20 Tage ausgedehnt werden. Vor der Corona-Krise konnten Sie 10 Tage Pflegeunterstützungsgeld in Anspruch nehmen. Die Pflegekasse bezahlt als Pflegeunterstützungsgeld 90 % Ihres ausfallenden Nettogehalts.

Quelle: https://www.pflege-durch-angehoerige.de/, 28.05.2020.

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Weitere Informationen Zum Thema unter:

Corona-FAQ - Eine Zusammenstellung von oft gestellten Fragen zu Corona des Paritätischen Gesamtverbandes.

 

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