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#notjustsad - Lesung mit Jana Seelig (Bloggerin und Autorin) aus ihrem Buch "Minusgefühle"

Das Gefühl der Gefühllosigkeit

Am 18. Oktober kam die Autorin und Bloggerin Jana Seelig nach Bielefeld, um aus ihrem Buch "Minusgefühle – Mein Leben zwischen Hell und Dunkel“ zu lesen. Das Interesse war riesig: 120 Interessierte kamen ins Nummer zu Platz (Nr.z.P.)

Jana Seelig erzählt über ihr eigenes Leben. Das Gefühl der Gefühllosigkeit nimmt immer wieder darin Platz ein. "Das Nichts lässt nicht einmal nichts zurück", sagt sie. Oder: "Eine Depression ist eigentlich gar nicht beschreibbar. Sie ist auch nicht vergleichbar", Es sei noch schlimmer als in einem schwarzen Loch zu sitzen. Denn in einem Loch, da seien wenigstens noch Wände um einen herum. Der Hinweis darauf, fast jede und jeder mal deprimiert sei, hilft nicht weiter.
Immer wieder hebt Jana Seelig den Blick, ergänzt und berichtet und sucht das Gespräch mit dem Publikum. Sie spricht direkt und unmittelbar, so wie in ihrem Buch. Die Einsamkeit zu überwinden und als Mensch mit Depressionen zu leben, ist ein großes Thema.

Zu Beginn der Lesung erinnert Christa Steinhoff-Kemper an die Gründungsberatung mit einer jungen Frau in der Selbsthilfe-Kontaktstelle an der Stapenhorststraße. "Die junge Frau, die vorbeikam, berichtete, wie schrecklich es sei, als junger Mensch depressiv zu sein. Noch mal schlimmer sei, damit alleine zu sein. Sie war sich zugleich sicher, dass es in Bielefeld andere Menschen gibt, die das ähnlich empfinden". Erfolgreich folgte eine Gruppengründung, auch unterstützt vom Psychologischen Beratungsdienst der GfS e.V. "Die Gruppe ist heute ein gemeinsamer Starkmacher, sie halten gemeinsam aus, schwere Themen werden leichter und gemeinsam feiern gehen sie auch ", sagt Christa Steinhoff-Kemper.
"Wir sind mehr als eine Diagnose. Unsere Gruppe vermittelt uns mit jedem Treffen ein eindeutiges Wir-Gefühl, denn niemand von uns muss da alleine durch", beschreibt sich die Selbsthilfegruppe "#notjustsad". Den Namen hat die Gruppe junger Erwachsener – und da schließt sich ein Kreis – von Jana Seelig übernommen. Die hatte 2014 auf Twitter genau diesen Hashtag #notjustsad, angefüllt mit eigenen kleinen Erlebnissen und Statements, retweeted und damit einen Sturm losgetreten – über Nacht wurde sie unbeabsichtigt die öffentliche Stimme der Betroffenen.
Mit der Lesung, durch die Selbsthilfegruppe initiiert und von der Selbsthilfekontaktstelle, dem Psychologischen Beratungsdienst der GfS e.V. und der Heimatkrankenkasse unterstützt, wurde die Krankheit Depression auf diese sehr besondere Art sichtbar. Betroffenen, Angehörigen und Interessierten gab Jana Seeliger die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, was Dank ihrer persönlichen und direkten Art eindrucksvoll gelang.

Foto Von links: Kerstin Münder (Psychologischer Beratungsdienst der GfS), Jana Seelig (Autorin und Bloggerin), Christa Steinhoff-Kemper (Der Paritätische Selbsthilfe-Kontaktstelle), Maria Canovai (Psychologischer Beratungsdienst der GfS)

Von links: Kerstin Münder (Psychologischer Beratungsdienst der GfS), Jana Seelig (Autorin und Bloggerin), Christa Steinhoff-Kemper (Der Paritätische Selbsthilfe-Kontaktstelle), Maria Canovai (Psychologischer Beratungsdienst der GfS)

 

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