BKK-Projekt „Migration und Selbsthilfe – Wie funktionieren neue Gruppengründungen? Migrationsbezogene Selbsthilfearbeit für Selbsthilfe-Kontaktstellen“
Neben Patienten und sozial benachteiligten Gruppen sind Menschen mit Migrationshintergrund eine wichtige Zielgruppe für die Selbsthilfe. Ihre Einbindung in Selbsthilfegruppen und -organisationen steht jedoch noch am Anfang. Das liegt u.a. auch daran, dass die selbstbestimmte gemeinsame Arbeit in Gruppen zu Gesundheitsthemen, ohne Anleitung durch Professionelle, weitgehend unbekannt ist.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld interessiert sich bereits seit langem für Gruppeninitiierungen im Migrationsbereich und will die Angebote im Selbsthilfebereich für Migrantinnen und Migranten verbessern; daher hat sie sich dem bundesweiten BKK-Projekt angeschlossen.
Grundlegend ist die Idee der ehrenamtlichen Unterstützung im Gründungsprozess einer Selbsthilfegruppe durch sogenannte In-Gang-Setzer®; bei „deutschen“ Selbsthilfegruppen wird dies im Rahmen des In-Gang-Setzer®-Projektes auch in Bielefeld bereits seit 2008 umgesetzt.
Ziel im Jahr 2012 wird es nun sein Migrantinnen und Migranten zu gewinnen, die als ehrenamtliche In-Gang-Setzer® die Startphasen von neuen Selbsthilfegruppen in ihrer jeweiligen Muttersprache begleiten. Sie werden damit „Türöffner“ zu Personengruppen, die sich aufgrund von Sprachbarrieren bislang nicht in Selbsthilfegruppen einbringen konnten.
Für weitergehende Informationen können Sie sich an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld wenden.